Tag 177

Drei Dinge, die Gott dir schenken möchte

Weisheit Psalm 78,13-15
Neues Testament Apostelgeschichte 17,2-4 + 10-12 + 15-18
Altes Testament 1. Könige 17,2-4 + 7-17

Einführung

Corrie ten Boom und ihre Schwester Betsie, zwei niederländische Christinnen, waren mittleren Alters, als der 2. Weltkrieg ausbrach und Holland von den Deutschen besetzt wurde. Sie beschlossen, Juden zu verstecken und ihnen zur Flucht zu verhelfen. Sie konnten viele retten, wurden aber schließlich selbst verhaftet und ins Konzentrationslager Ravensbrück gebracht. Betsie starb dort, doch Corrie überlebte auf wundersame Art und Weise, um Zeugnis davon zu geben, wie Gott rettet, heilt und vergibt.

Wenn sie gefragt wurde, wie man sich auf Verfolgung vorbereiten kann, erzählte sie gern folgende Geschichte aus ihrer Kindheit:

„Als kleines Mädchen sagte ich zu meinem Vater, „Papa, ich glaube, ich werde nie stark genug sein, um für Jesus zu sterben.“ Mein Vater erwiderte, „Sag mal, wenn du mit der Bahn nach Amsterdam fährst, wann gebe ich dir dann das Geld für den Fahrschein? Drei Wochen vorher?“ „Nein, Papa, du gibst mir das Geld kurz vor dem Einsteigen.“ „Genau,“ sagte mein Vater, „und so ist das auch mit der Kraft Gottes. Unser Vater im Himmel weiß genau, wann du die Kraft brauchst, um für Jesus Christus zu sterben. Er wird dir alles Nötige zur rechten Zeit schenken.““

Weisheit

Psalm 78,13-15

13 Er teilte das Meer und ließ sie hindurchziehen,
  das Wasser türmte er auf wie einen Wall.
14 Am Tag führte er sie mit einer Wolke
  und in der Nacht mit hellem Feuerschein.
15 In der Wüste spaltete er Felsen
  und gab ihnen Wasser aus der Tiefe in Hülle und Fülle.

Kommentar

Seine ständige Führung

Gott wird dir alle nötige Führung angedeihen lassen. Während der Psalmist fortfährt, die Geschichte des Gottesvolkes nachzuerzählen, erinnert er sich, „Tagsüber führte er sie in Gestalt einer Wolke und nachts mit einer Feuersäule“ (78,14). Mit anderen Worten: er führte sie ununterbrochen.

Du, in dem der Heilige Geist Wohnung genommen hat, solltest nicht weniger erwarten. Du wirst „durch den Geist Gottes geleitet“ (Römer 8,14; SLA). Der Heilige Geist wird dir alle Führung geben, die du benötigst.

Gott wird auch deinen geistlichen Durst stillen: „Er spaltete die Felsen in der Wüste und gab ihnen Wasser im Überfluss zu trinken. Er ließ aus dem Fels Bäche hervorbrechen, sodass sie herabstürzten wie Flüsse“ (78,15-16). Jesus verspricht, dass durch den Heiligen Geist Ströme lebendigen Wassers durch dich hindurch fließen werden (Johannes 7,38).

Gebet

Herr, ich brauche wirklich Deinen Heiligen Geist und Deine Führung. Bitte erfülle mich heute mit Deinem Heiligen Geist, damit Ströme lebendigen Wassers in mir fließen mögen.

Neues Testament

Apostelgeschichte 17,2-4 + 10-12 + 15-18

2 Wie gewohnt ging Paulus zunächst dorthin und sprach an drei Sabbaten zu den Leuten. Er las ihnen aus der Heiligen Schrift vor 3 und erklärte ihnen die jeweiligen Stellen. So zeigte er ihnen, dass der versprochene Retter leiden und sterben und danach von den Toten auferstehen musste. »Und dieser versprochene Retter«, so betonte er, »ist der Jesus, von dem ich euch berichtet habe.« 4 Einige Juden ließen sich überzeugen und schlossen sich Paulus und Silas an. Dazu kamen noch viele Griechen, die an den Gott Israels glaubten, sowie nicht wenige einflussreiche Frauen der Stadt.

10 Noch in derselben Nacht sorgte die Gemeinde in Thessalonich dafür, dass Paulus und Silas nach Beröa abreisen konnten. Auch dort gingen die beiden gleich wieder in die Synagoge. 11 Die Juden in Beröa waren eher bereit, Gottes Botschaft anzunehmen, als die in Thessalonich. Sie hörten sich aufmerksam an, was Paulus und Silas lehrten, und forschten täglich nach, ob dies mit der Heiligen Schrift übereinstimmte. 12 Daraufhin begannen viele von ihnen zu glauben, außer den Juden auch zahlreiche angesehene griechische Frauen und Männer.

15 Die Brüder, die Paulus begleiteten, brachten ihn bis nach Athen, dann kehrten sie nach Beröa zurück. Paulus ließ durch sie ausrichten, dass Silas und Timotheus so schnell wie möglich nachkommen sollten. 16 Während Paulus in Athen auf Silas und Timotheus wartete, wurde er zornig über die vielen Götterstatuen in der Stadt. 17 Daraufhin sprach er in der Synagoge zu den Juden und den Griechen, die an den Gott Israels glaubten. Außerdem predigte er an jedem Tag auf dem Marktplatz zu den Menschen, die gerade vorbeikamen. 18 Bei einer solchen Gelegenheit kam es zu einem Streitgespräch mit einigen Philosophen, und zwar mit Epikureern und Stoikern. Einige von ihnen meinten: »Dieser Mann ist doch ein Schwätzer!«, andere sagten: »Er scheint von irgendwelchen fremden Göttern zu erzählen.« Denn Paulus hatte von Jesus und seiner Auferstehung gesprochen.

Kommentar

Die gute Nachricht

In einer Welt, die nach guten Nachrichten lechzt, schenkt Gott dir eine richtig gute Nachricht. Das Wort „Gospel“ (dt. Evangelium) bedeutet „gute Nachricht“. Die gute Nachricht handelt „von Jesus und von der Auferstehung“ (17,18). Alles, was du brauchst, ist Jesus. Alles dreht sich um Ihn.

Jedes Mal, wenn du dein Zeugnis gibst oder sonst in irgendeiner Art über deinen Glauben sprichst, frage dich, „Ist das wirklich eine gute Nachricht?“ Jedes Mal, wenn wir predigen, sollten wir eine gute Botschaft haben; sonst ist es nicht das Evangelium. Was du vom Glauben erzählst, soll immer gute Nachricht sein, schließlich sprichst du von Jesus, Seinem Tod und Seiner Auferstehung.

Gott wird dir in jeder Situation die richtigen Worte schenken. Deine Worte haben Kraft und können Leben verändern. Die gute Nachricht von Jesus ist für alle Generationen, Kulturen und Situationen relevant, damit Veränderung geschehen kann. Die Bedürfnisse der Menschen haben sich nicht geändert. Die Botschaft des Evangeliums ist immer dieselbe.

1. Erkläre die gute Nachricht
Als Paulus in die Synagoge in Thessalonich ging, „legte [er] den Leuten dort an drei Sabbaten die Schrift aus. Ausführlich erläuterte er die Prophezeiungen über das Leiden des Christus und über seine Auferstehung von den Toten und sagte: „Dieser Jesus, von dem ich euch erzähle, ist der Christus““ (17,2-3). Einige Zuhörer ließen sich von seinen sorgfältigen Erklärungen „überzeugen“ (17,4).

Nur weil deine Botschaft von Gott ist, bist du nicht sicher vor ungerechtfertigter Kritik. Paulus‘ Erfolge riefen Neid hervor (17,5). Interessanterweise hatte man damals bereits die Wahrnehmung, dass diese Botschaft weltweit Auswirkungen zeige: „Paulus und Silas haben die ganze [damals bekannte] Welt aufgewiegelt, und jetzt bringen sie auch unsere Stadt in Aufruhr“ (17,6b).

2. Studiere die gute Nachricht
Gott schenkte Paulus und Silas die rechten Worte für die Bewohner Beröas. Sie waren offen und „hörten die Botschaft Gottes mit Interesse an“ (17,11). Wieder trug die Botschaft Früchte und viele „fanden zum Glauben“ (17,12). Ich empfehle, dir jeden Tag eine feste Zeit fürs Bibellesen einzuplanen.

Wieder rief der Erfolg von Paulus und Silas Widerstand hervor. Einige „hetzen die Leute auf“ (17,13). Wundere dich nicht, wenn dir heute Hetzer und Agitatoren begegnen.

3. Komm ins Gespräch über die gute Nachricht
Paulus zog weiter nach Athen. Die Athener „verbrachten ihre Zeit vor allem damit, die neuesten Ideen zu hören und darüber zu reden“ (17,21). Sie interessierten sich mehr für alles Neue; ob es wahr war, war sekundär.

Und wieder schenkt Gott Paulus die passenden Worte für seine Botschaft an die Athener. „So redete er mit den Juden und den griechischen Gottesfürchtigen in der Synagoge und diskutierte jeden Tag auf dem Markt mit denen, die er dort antraf“ (17,17; NeÜ). Zwei vollkommen unterschiedliche Zuhörerschaften.

In der Synagoge war es, als predigte er in einer Gemeinde. Im Gespräch mit den Leuten am Markt war es eher, wie man sich am Arbeitsplatz unterhält. Im Kern aber war Paulus‘ Botschaft dieselbe – er verkündete „ihnen nämlich die Gute Nachricht von Jesus und der Auferstehung“ (17,18; GNB).

Gebet

Herr, bitte schenke mir die richtigen Worte für all meine Gespräche heute. Und auch die Botschaft. Ich bitte um Leben verändernde Worte in meinen alltäglichen Gesprächen. Möge Dein Geist mich dabei leiten.

Altes Testament

1. Könige 17,2-4 + 7-17

2 Danach befahl der HERR Elia: 3 »Du musst fort von hier! Geh nach Osten, überquere den Jordan und versteck dich am Bach Krit! 4 Ich habe den Raben befohlen, dich dort mit Nahrung zu versorgen, und trinken kannst du aus dem Bach.«

7 Nach einiger Zeit vertrocknete der Bach, denn es hatte schon lange nicht mehr geregnet. 8 Da sagte der HERR zu Elia: 9 »Geh nach Phönizien in die Stadt Zarpat und bleib dort! Ich habe einer Witwe den Auftrag gegeben, dich zu versorgen.« 10 Sogleich machte Elia sich auf den Weg. Am Stadtrand von Zarpat traf er eine Witwe, die gerade Holz sammelte. Er bat sie um einen Becher Wasser. 11 Als sie davoneilte und das Wasser holen wollte, rief er ihr nach: »Bring mir bitte auch ein Stück Brot mit!«

12 Da blieb die Frau stehen und sagte: »Ich habe keinen Krümel Brot mehr, sondern nur noch eine Handvoll Mehl im Topf und ein paar Tropfen Öl im Krug. Das schwöre ich bei dem HERRN, deinem Gott. Gerade habe ich einige Holzscheite gesammelt. Ich will nun nach Hause gehen und die letzte Mahlzeit für mich und meinen Sohn zubereiten. Danach werden wir wohl verhungern.«

13 Elia tröstete sie: »Hab keine Angst, so weit wird es nicht kommen! Geh nur und tu, was du dir vorgenommen hast! Aber back zuerst für mich ein kleines Fladenbrot und bring es mir heraus! Nachher kannst du für dich und deinen Sohn etwas zubereiten. 14 Denn der HERR, der Gott Israels, verspricht dir: Das Mehl in deinem Topf soll nicht ausgehen und das Öl in deinem Krug nicht weniger werden, bis ich, der HERR, es wieder regnen lasse.«

15 Die Frau ging nach Hause und tat, was Elia ihr gesagt hatte, und tatsächlich hatten Elia, die Frau und ihr Sohn Tag für Tag genug zu essen. 16 Mehl und Öl gingen nicht aus, genau wie der HERR es durch Elia angekündigt hatte. 17 Eines Tages wurde der Sohn der Witwe krank. Es ging ihm zusehends schlechter, und schließlich starb er.

Kommentar

Materielle Bedürfnisse

Jesus lehrte uns zu beten, „Unser tägliches Brot gib uns heute“ (Matthäus 6,11; Lukas 11,3). Bitte Gott, dass Er Sich um deine alltäglichen Bedürfnisse kümmert. Er wird dir nicht unbedingt alles geben, was du dir wünschst, aber bitte, dass Er dir alles gibt, was du brauchst.

In einer Gesellschaft, die weiter sündigte und sich in immer mehr Fraktionen teilte (16,8-34), erweckte Gott einen Propheten, der mit Autorität und Vollmacht sprach.

Im Neuen Testament heißt es über Elija, er „war ein Mensch wie wir“ (Jakobus 5,17a). „Doch als er darum betete, dass kein Regen fallen sollte, regnete es dreieinhalb Jahre lang nicht auf der Erde! Dann betete er um Regen, und es regnete vom Himmel. Das Gras wurde grün, und die Erde brachte wieder Früchte hervor“ (Jakobus 5,17b-18).

Elijas Gebete brachten ihn in Schwierigkeiten. Aber Gott kümmerte Sich um all seine materiellen Bedürfnisse. Anfangs „brachten die Raben ihm morgens und abends Brot und Fleisch und er trank aus dem Bach“ (17,6). Manchmal ist Gott sehr kreativ in Seiner Art, uns zu versorgen. Deine Aufgabe ist Gehorsam und Vertrauen, dass Er all deine Bedürfnisse stillen wird.

Als der Bach vertrocknete (17,7), sagte der Herr zu ihm, „Steh auf und geh nach Zarpat in der Nähe von Sidon und bleib dort. Ich habe dort einer Witwe den Auftrag gegeben, dich zu versorgen“ (17,9). Wenn sich eine Tür schließt (der Bach versiegte), dann gewöhnlich weil Gott jeden Moment eine neue Tür in deinem Leben öffnen wird. Gott schickte Elija an einen neuen Ort, damit Er durch ihn, die Bitte um Versorgung einer anderen Person erfüllen konnte.

Die Witwe wird auf die Probe gestellt. Elija bittet sie um Essen. Sie antwortet ihm, dass sie und ihr Sohn gerade die letzten Vorräte aufbrauchten, bevor sie verhungern würden. Elija verspricht ihr, dass Sich Gott um all ihre Bedürfnisse kümmern werde, wenn sie mit dem großzügig sei, was sie habe. Er sagt, „Das Mehl im Topf wird nicht aufgebraucht werden und das Öl im Krug nicht zur Neige gehen, bis zu dem Tag, an dem der Herr dem Land Regen schickt“ (17,14).

Die Witwe tat, worum Elija sie gebeten hatte. Und es geschah, wie Elija gesagt hatte (17,15-16). Die Frau bewies großen Glauben. Sie war bereit, alles zu geben, was sie hatte. Und Gott kümmerte Sich um all ihre Bedürfnisse. Wenn du Gott gehorsam bist und großzügig gibst, wirst du entdecken, dass es nicht möglich ist, Gott in Seiner Großzügigkeit zu übertreffen. Gott wird Erstaunliches für und durch dich tun.

Das bedeutet nicht, dass das Leben einfach ist. Trotz ihres Glaubens standen der Witwe weitere Kämpfe bevor. Ihr Sohn erkrankte „und schließlich hörte er auf zu atmen“ (17,17). Elija legte großen Glauben an den Tag, als er Gott um das Leben des toten Jungen anflehte (17,20). „Der Herr erhörte Elias Gebet, und das Leben kehrte in das Kind zurück, und es wurde wieder lebendig“ (17,22).

Wie unglaublich schön für Elija, dass er den Jungen in den Wohnraum des Hauses tragen und ihn seiner Mutter mit den Worten „Sieh, dein Sohn lebt!“ in den Arm legen konnte (17,23).

Gebet

Herr, ich danke Dir für Deine erstaunliche Liebe, Kraft und Fürsorge. Du schenkst genug Essen, um die ganze Welt zu ernähren. Bitte vergib uns, wenn wir es nicht schaffen aufzuteilen, was Du geschenkt hast. Schenke uns Deine Wegweisung, Deine Worte und Deinen Mut, damit wir alles Nötige tun, um diese furchtbare Ungerechtigkeit in unserer Generation gut zu machen. Dein Geist möge uns darin leiten, dass wir die Welt verändern.

Pippa fügt hinzu

1. Könige 17,14

„Denn so spricht der Herr, der Gott Israels: `Das Mehl im Topf wird nicht aufgebraucht werden und das Öl im Krug nicht zur Neige gehen, bis zu dem Tag, an dem der Herr dem Land Regen schickt!´“

Ich liebe diese Geschichte von der namenlosen Witwe, die das Essen mit dem großen Propheten teilte. Gott machte aus dem Gewöhnlichen etwas Außergewöhnliches.

Vers des Tages

Apostelgeschichte 17,11

Sie … forschten täglich nach, ob dies mit der Heiligen Schrift übereinstimmte.

Thought for the Day

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Verweise

Diesen Texten liegt die englisch-sprachige Bible in one Year („BIOY“) von Nicki und Pippa Gumbel, London, England zugrunde, in der aktuellen Fassung von 2021.
Quellenangaben für Zitate im Text wurden dem englischen Original entnommen.
BIOY ist Teil von Alpha International. Alpha International ist eine Organisation („registered Charity“) in England und Wales (no. 1086179) und in Schottalnd(no. SC042906) und eine Gesellschaft privaten Rechts „by guarantee“ und registriert in England & Wales (no. 4157379). Der Hauptsitz ist „HTB Brompton Road SW7 1 JA London, England. © Copyright Alpha International 2021

Die Übersetzung aus dem Englischen wurde erstellt von: Dipl. Übersetzerin Wibke Kiontke, Allgemein ermächtigte Übersetzerin EN/DE, Certified Translator EN/GE, Gutensteinstraße 12, D-61250 Usingen
Sprecher: Jörg Pasquay, Milchberg 7, 86150 Augsburg www.wortmuehle.de und Susanne Pasquay („Noch ein Gedanke meiner Frau“)

Die Bibeltexte (Lesungen) sind der Übersetzung „Hoffnung für alle®“ entnommen, Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc.®. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Fontis, Basel.“

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