Tag 354

Drei Wege das Böse zu überwinden

Weisheit Psalm 145,8–13
Neues Testament Offenbarung 12,1–13,1
Altes Testament Esra 6,1–7,10

Einführung

Am 31. März 1968 in seiner letzten öffentlichen Rede wiederholte Dr. Martin Luther King jr. die Worte, „Wir werden überwinden“ immer und immer wieder. Er griff damit die Worte der Folksängerin Joan Baez auf, die 1963 mehr als 300.000 Menschen mit dem Refrain „We shall overcome“ (Wir werden überwinden) angeleitet hatte. Der Song handelt vom Überwinden und von einer zukünftigen Hoffnung in Zeiten der Not.

Das ganze Jahr über haben wir beim Studieren der Bibel immer wieder gesehen, dass wir nicht mit einem einfachen Leben rechnen können. Die Bibel ist sehr lebensnah. Kämpfe, Probleme und Schwierigkeiten, Prüfungen, Versuchungen und Anfechtungen gehören zum Leben dazu. Mit Christus aber kannst du zum Überwinder werden.

Weisheit

Psalm 145,8–13

8 »Gnädig und barmherzig ist der HERR;
 groß ist seine Geduld und grenzenlos seine Liebe!

9 Der HERR ist gut zu allen und schließt niemanden
 von seinem Erbarmen aus, denn er hat allen das Leben gegeben.«
10 Darum sollen dich alle deine Geschöpfe loben.
 Jeder, der dir die Treue hält, soll dich rühmen
11 und weitersagen, wie großartig dein Königtum ist!
 Sie alle sollen erzählen von deiner Stärke,
12 damit die Menschen von deinen gewaltigen Taten erfahren
 und von der herrlichen Pracht deines Reiches!
13 Deine Herrschaft hat kein Ende,
 von einer Generation zur nächsten bleibt sie bestehen.

Auf das Wort des HERRN kann man sich verlassen,
 und was er tut, das tut er aus Liebe.

Kommentar

Die Liebe Gottes überwindet alles

Liebe ist die gewaltigste Kraft der Welt. Mit Liebe können wir überwinden. Das war Martin Luther Kings Botschaft: „Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht. Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.“

Gott ist die Quelle der Liebe. Er ist „voll Liebe und Erbarmen“ (8; GNB). „Der Herr ist … barmherzig zu seiner ganzen Schöpfung“ (9). Gottes Liebe ist es, die das Böse überwindet.

Imitiere Gott in all deinen Beziehungen – besonders wenn es schwierig wird. Sei „gnädig und barmherzig, geduldig und voller Gnade“ (145,8).

Die Liebe Gottes ist nicht schwach. In ihr steckt Seine Kraft und Macht. Das Volk Gottes wird „von der Herrlichkeit deines Königreiches sprechen, sie werden von deiner Macht erzählen. Sie werden deine mächtigen Taten…verkünden“ (11-12). Darauf ist „von Generation zu Generation“ Verlass „denn [Gottes] Reich bleibt ewig“ (145,13).

Es verwundert nicht, dass David beginnt Gott zu lobpreisen, als er Gottes Liebe und Macht verkündet: „Darum sollen dich alle deine Geschöpfe loben. Jeder, der dir die Treue hält, soll dich rühmen“ (10; Hfa).

Gebet

Ich danke Dir, Herr, dass wir die Kämpfe des Lebens, wie groß sie auch sein mögen, am Ende mit Dir zusammen überwinden und die Größe und Herrlichkeit Deines Reiches für immer erleben und genießen werden.
Neues Testament

Offenbarung 12,1–13,1

Die Frau und der Drache

12 1 Am Himmel sah man jetzt eine gewaltige Erscheinung: eine Frau, die mit der Sonne bekleidet war und den Mond unter ihren Füßen hatte. Auf dem Kopf trug sie eine Krone aus zwölf Sternen. 2 Sie war hochschwanger und schrie unter den Geburtswehen vor Schmerz. 3 Dann gab es noch eine Erscheinung am Himmel: Plötzlich sah ich einen riesigen, feuerroten Drachen mit sieben Köpfen und zehn Hörnern. Auf jedem seiner Köpfe trug er eine Krone. 4 Mit seinem Schwanz fegte er ein Drittel aller Sterne vom Himmel und schleuderte sie auf die Erde. Der Drache stellte sich vor die Frau; denn er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren war. 5 Die Frau brachte einen Sohn zur Welt, der einmal mit eisernem Zepter über die Völker der Erde herrschen sollte. Das Kind wurde zu Gott entrückt und vor seinen Thron gebracht. 6 Die Frau aber floh in die Wüste, wo Gott selbst einen Zufluchtsort für sie vorbereitet hatte. 1260 Tage sollte sie dort versorgt werden.

7 Dann brach im Himmel ein Krieg aus: Michael und seine Engel griffen den Drachen an. Der Drache schlug mit seinem Heer von Engeln zurück; 8 doch sie verloren den Kampf und durften nicht länger im Himmel bleiben. 9 Der große Drache ist niemand anders als der Teufel oder Satan, die listige Schlange, die schon immer die ganze Welt verführt hat. Er wurde mit allen seinen Engeln aus dem Himmel auf die Erde hinuntergestürzt.

10 Jetzt hörte ich eine gewaltige Stimme im Himmel rufen:

»Nun hat Gott den Sieg errungen,
 er hat seine Stärke gezeigt
 und seine Herrschaft aufgerichtet!
Alle Macht liegt in den Händen dessen,
 den er als König auserwählt und eingesetzt hat:
 Jesus Christus! Denn der Ankläger ist gestürzt,
der unsere Brüder und Schwestern
 Tag und Nacht vor Gott beschuldigte.
11 Sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes
 und weil sie sich zu dem Lamm bekannt haben.
Für dieses Bekenntnis haben sie ihr Leben eingesetzt
 und den Tod nicht gefürchtet.
12 Darum freu dich nun, Himmel,
 freut euch alle, die ihr darin wohnt!
 Aber wehe euch, Erde und Meer!
Der Teufel ist zu euch herabgekommen.
 Er schnaubt vor Wut, denn er weiß,
 dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt.«

13 Als der Drache merkte, dass er auf die Erde hinabgeworfen worden war, verfolgte er die Frau, die den Sohn geboren hatte. 14 Doch Gott gab der Frau die starken Flügel eines Adlers. So konnte sie an ihren Zufluchtsort in der Wüste fliehen. Dreieinhalb Jahre wurde sie hier versorgt und war vor den Angriffen des Drachen, der bösen Schlange, sicher. 15 Doch die Schlange gab nicht auf. Sie ließ eine gewaltige Wasserflut aus ihrem Rachen schießen, mit der die Frau fortgerissen werden sollte. 16 Aber die Erde half der Frau. Sie öffnete sich und verschlang die Wassermassen, die der Drache ausspuckte. 17 Darüber wurde der Drache so wütend, dass er jetzt alle anderen Nachkommen dieser Frau bekämpfte. Das sind die Menschen, die nach Gottes Geboten leben und sich zu Jesus bekennen. 18 Und der Drache begab sich an den Strand des Meeres.

Das Tier aus dem Meer: der Antichrist

3 1 Ich sah ein Tier aus dem Meer emporsteigen. Es hatte sieben Köpfe und zehn Hörner; auf jedem Horn trug es eine Krone. Auf den Köpfen standen Namen, die Gott verlästerten.

Kommentar

Jesus überwindet den Teufel

Plagen dich manchmal noch Schuldgefühle, auch nachdem du deine Sünde bekannt und für Vergebung gebetet hast? Denkst du manchmal ohne erkennbaren Grund schlecht von dir? Empfindest du manchmal ein vages, unbestimmtes Gefühl der Verurteilung?

Das sind Strategien des Teufels. Er ist „der Ankläger“ (12,10). Das hebräische Wort für Satan bedeutet „Ankläger“ oder „Verleumder“. Er klagt Gott vor den Menschen an. Gott ist an allem Schuld. Gott kann man nicht trauen, sagt er.

Er klagt auch Christen vor Gott an. Und er leugnet die Kraft, die in Jesu Tod steckt. Er verurteilt dich, damit du dich schuldig fühlst – nicht unbedingt eine konkrete Sünde sondern ganz allgemein. Wenn der Heilige Geist uns einer Schuld überführt, handelt es sich immer um etwas Konkretes.

Im heutigen Abschnitt lesen wir, wie der Teufel zu überwinden ist. Die Offenbarung des Johannes zeigt uns, was hinter den geschichtlichen Ereignissen steht und offenbart, was noch kommen wird. Immer wieder rekapituliert Johannes die Geschichte von Jesu erstem Kommen bis zum zweiten Kommen Christi. Jedes Mal gibt es Auseinandersetzungen und Verfolgung, aber immer stehen am Ende der Sieg und ein Fest.

Die drei Hauptfiguren im 12. Kapitel:

1.\tDen Sohn
Jesus ist der „Sohn, der alle Völker … regieren sollte“ (5a). Er „wurde zu Gott und seinem Thron hinaufgehoben“ (5b).

2.\tDen Teufel
Der Teufel wird als „roter Drache“ (12,3) beschrieben. Seine Identität wird in Vers 9 enthüllt: „Der große Drache ist niemand anders als der Teufel oder Satan, die listige Schlange, die schon immer die ganze Welt verführt hat“ (Hfa). Er ist der Ankläger (10).

3.\tDie Frau
Die offensichtlichste Auslegung mag sein, dass die Frau für Maria, die Mutter Jesu, steht. Es gibt aber auch andere, die in der Frau die personifizierte Weisheit, das himmlische Jerusalem, Israel als Person oder die Kirche sehen. Angesichts der Tatsache, dass es sich hier um einen apokalyptischen Text handelt, der vielschichtige Auslegungen zulässt, steht die Frau möglicherweise für alle diese.

Die Frau, „die mit der Sonne bekleidet war, den Mond unter ihren Füßen hatte und eine Krone aus zwölf Sternen auf ihrem Kopf trug“ (12,1), „war hochschwanger und schrie unter den Geburtswehen vor Schmerz“ (2; Hfa). Nachdem ihr das Kind weggenommen und es zu Gott und Seinem Thron gebracht worden war, „floh die Frau in die Wüste, wo Gott einen Ort für sie bereithielt, an dem eintausendzweihundertundsechzig Tage (das sind 3 ½ Jahre) für sie gesorgt wurde“ (12,6).

Später lesen wir, dass die Schlange versuchte, die Frau zu ertränken: „Aber die Erde half der Frau, indem sie ihren Mund öffnete und die Flut aus dem Maul des Drachen trank“ (16).

Der Abschnitt macht deutlich, dass Jesus am Ende den Teufel und dessen Verbündete überwinden wird. Hinter den Kulissen der Menschheitsgeschichte sind große, intelligente Mächte des Guten und des Bösen am Werk: „Es kam im Himmel zum Krieg. Michael und die Engel unter seinem Befehl kämpften gegen den Drachen und seine Engel“ (12,7).

Am Ende überwindet das Gute das Böse: „Der Drache verlor den Kampf und wurde aus dem Himmel vertrieben. Dieser große Drache - die alte Schlange, die Teufel genannt wird oder Satan… wurde mit all seinen Engeln auf die Erde geworfen“ (12,8-9). Er versucht „die ganze Welt [zu] verführen]“ (12,9).

Du befindest dich in diesem Augenblick mitten im Krieg mit den dämonischen Mächten des Bösen. Aber der Sieg ist gewiss: „sie haben ihn überwunden“ (11a; LUT). „Sie“ sind die Kirche – das Volk Gottes – jene, die in Christus sind. „Ihn“ meint den Satan, Teufel, den Ankläger, die Schlange, die schlussendlich zerstört werden wird. Du überwindest indem du:

1.\tAuf das Blut vertraust
Jesu Kreuz – „das Blut des Lammes“ (11a) – ist der höchste Sieg über den Teufel. Du kannst dir deiner Stellung vor Gott gewiss sein. „Es gibt jetzt für die, die zu Christus Jesus gehören, keine Verurteilung mehr“ (Römer 8,1). Du musst dich nicht mit Schuldgefühlen schlafen legen oder morgens mit ihnen aufwachen. Corrie ten Boom erklärte, „Christi Blut ist wie Tränen in den Augen: es wäscht den Schmutz weg.“

2.\tDeine Geschichte erzählst
Sie überwanden „durch das Wort ihres Zeugnisses“ (12,11b; LUT). Dein Zeugnis ist die mächtigste Art, Glaubenswiderstände zu überwinden. Über deine eigene Geschichte lässt sich nur schwer streiten. Es ist deine persönliche Erfahrung.

3.\tEtwas für Jesus riskierst
Sie waren bereit, dafür ihr Leben zu opfern und den Tod auf sich zu nehmen“ (11c; GNB). Du kannst dir deiner Zukunft absolut sicher sein. Deshalb kannst du auch dein Leben auf Jesus setzen; in Seinen Armen bist du sicher.

Gebet

Danke, Herr, dass wir in dem Moment, in dem wir alles auf Jesus setzen, mit Ihm auf der Siegerseite stehen. Bitte hilf mir mit dem Blut des Lammes, mit meinem Zeugnis und mit der Bereitschaft, mein Leben für Dich zu geben, den Feind zu überwinden.
Altes Testament

Esra 6,1–7,10

König Darius hilft den Juden

6 1 Darauf ließ Darius in den Archiven nachforschen, in denen die Urkunden des Reiches aufbewahrt wurden. 2 Schließlich fand man in der Festung der Sommerresidenz Ekbatana in der Provinz Medien eine Schriftrolle mit folgendem Inhalt:

3 »Im 1. Regierungsjahr ordnet König Kyrus an, den Tempel in Jerusalem an seinem früheren Ort wieder aufzubauen, damit dort Opfer dargebracht werden können.

Er soll 30 Meter hoch und 30 Meter breit sein. 4 Die Mauern sind abwechselnd aus drei Schichten Quadersteinen und einer Schicht Balken zu errichten. Die Kosten trägt das persische Königshaus. 5 Die goldenen und silbernen Gegenstände, die Nebukadnezar aus dem Tempel in Jerusalem geraubt und nach Babylon mitgenommen hat, sollen zurückgebracht werden, jeder an seinen alten Platz.«

6 Da schickte Darius eine Antwort nach Juda: »An Tattenai, den Statthalter über das Gebiet westlich des Euphrat, und an Schetar-Bosnai mit ihren Beratern: Unternehmt nichts gegen den Bau des Tempels! 7 Der Statthalter und die führenden Männer von Juda sollen ihn ungehindert an seinem früheren Platz errichten.

8 Ich befehle euch, dass ihr die verantwortlichen Juden bei ihrer Arbeit unterstützt.

Erstattet ihnen die Baukosten aus den Abgaben, die in den Gebieten westlich des Euphrat erhoben werden! Zahlt die Beträge pünktlich aus, damit die Arbeiten zügig vorangehen! 9 Den Priestern in Jerusalem sollt ihr Tag für Tag alles liefern, was sie nach ihren eigenen Angaben zum Brandopfer für den Gott des Himmels benötigen: junge Stiere, Schafböcke und Lämmer, Weizen, Wein, Salz und Öl. Seid dabei nicht nachlässig! 10 Die Priester sollen dem Gott des Himmels Räucheropfer darbringen und für das Leben des Königs und seiner Söhne beten.

11 Weiter ordne ich an: Jeder, der gegen diesen Erlass verstößt, wird bestraft: Man soll einen Balken aus seinem Haus reißen und ihn an das senkrecht aufgerichtete Holz nageln. Sein Haus soll zu einem Schutthaufen gemacht werden. 12 Der Gott, der dort im Tempel wohnt, möge jeden König und jedes Volk vernichten, die es wagen, sich meinen Anordnungen zu widersetzen und den Tempel in Jerusalem zu zerstören.

Ich, Darius, gebe diesen Befehl. Er soll genau befolgt werden.«

Festliche Einweihung des Tempels

13 Tattenai, der Statthalter über das Gebiet westlich des Euphrat, Schetar-Bosnai und ihre Berater hielten sich gewissenhaft an die Anweisungen von Darius. 14 So konnten die Juden ungehindert weiterbauen. Sie kamen schnell voran, und die Propheten Haggai und Sacharja, der Enkel von Iddo, ermutigten sie dabei. Sie vollendeten den Tempel, wie es der Gott Israels befohlen hatte. Die persischen Könige Kyrus und Darius hatten ihnen den Auftrag dazu erteilt. Auch Artaxerxes unterstützte später die Juden. 15 Im 6. Regierungsjahr von König Darius, am 3. Tag des Monats Adar, wurde der Tempel fertiggestellt.

16 Die Priester, die Leviten und alle übrigen Israeliten, die aus der Gefangenschaft heimgekehrt waren, feierten voller Freude das Fest der Einweihung. 17 Sie opferten 100 Stiere, 200 Schafböcke und 400 Lämmer, und für ganz Israel brachten sie als Sündopfer 12 Ziegenböcke dar, für jeden Stamm Israels einen. 18 Dann teilten sie die Priester und Leviten zum Tempeldienst in verschiedene Gruppen ein, wie es das Gesetz von Mose vorschreibt.

Die Israeliten feiern das Passahfest

19 Am 14. Tag des 1. Monats feierten die zurückgekehrten Israeliten das Passahfest. 20 Die Priester und Leviten hatten sich allesamt für das Opferfest gereinigt, um dem heiligen Gott begegnen zu können. Die Leviten schlachteten die Passahlämmer für die vielen Menschen, die aus der Verbannung zurückgekehrt waren, für die Priester und für sich selbst. 21 Doch nicht nur die heimgekehrten Israeliten aßen das Passahlamm, sondern auch alle, die sich vom Götzendienst der heidnischen Bevölkerung im Land losgesagt hatten. Auch sie wollten jetzt ganz dem HERRN, dem Gott Israels, gehören. 22 Voller Freude feierten sie außerdem noch sieben Tage lang das Fest der ungesäuerten Brote. Der HERR hatte sie froh gemacht, denn er hatte dafür gesorgt, dass der König von Persien ihnen wohlgesinnt war und ihnen dabei geholfen hatte, den Tempel des Gottes Israels wieder aufzubauen.

Esra wird nach Jerusalem gesandt

7 1 Während in Persien König Artaxerxes regierte, zog ein Mann namens Esra von Babylon nach Jerusalem. Er war ein Sohn von Seraja und Enkel von Asarja; seine weiteren Vorfahren hießen: Hilkija, 2 Schallum, Zadok, Ahitub, 3 Amarja, Asarja, Merajot, 4 Serachja, Usi, Bukki, 5 Abischua, Pinhas, Eleasar und Aaron, der Hohepriester. 6 Esra war ein Schriftgelehrter, der das Gesetz gut kannte, das der HERR seinem Volk Israel durch Mose anvertraut hatte. Und weil Gott seine schützende Hand über Esra hielt, erfüllte der König alle seine Bitten. 7 Im 7. Regierungsjahr von König Artaxerxes zogen viele Israeliten mit Esra nach Jerusalem, darunter Priester und Leviten, Sänger, Torwächter und Tempeldiener.

8-9 Sie verließen Babylonien am 1. Tag des 1. Monats und erreichten Jerusalem am 1. Tag des 5. Monats. Weil Gott ihnen geholfen hatte, waren sie so schnell vorangekommen. 10 Esra widmete sich von ganzem Herzen der Aufgabe, das Gesetz des HERRN zu erforschen, es zu befolgen und die Israeliten darin zu unterweisen.

Kommentar

Das Volk Gottes überwindet Widerstände

Mark Twain hat einmal gesagt: „Das Wörterbuch ist der einzige Ort, wo der Erfolg vor dem Schaffen steht!“ Vision ohne Arbeit ist nur eine Halluzination. Die Kirche wird nicht ohne Gottes Hand wieder aufgebaut werden (7,6). Gleichermaßen wird sie aber auch nicht ohne harte Arbeit, Einsatz und Fleiß erneuert werden.

Die Arbeiten am Tempel wurden durch die Widerstände zwar aufgehalten, aber „König Darius erließ einen Befehl“ (6,1; ELB). Sie fanden den ursprünglichen Erlass König Kyrus‘, dass der Tempel wiederaufgebaut werden sollte (6,1-3). Daraufhin befahl Darius die Wiederaufnahme der Arbeiten und verbot jede Behinderung (6,6-12).

Im Jahr 515 v.Chr. war der Tempel fertig (6,14-15). Ein Anlass zu großer Freude und für Feierlichkeiten (6,16). „Fröhlich feierten sie… Denn der Herr hatte sie fröhlich gemacht“ (6,22).

Zwischen dem Ende des 6. und dem Anfang des 7. Kapitels (um 458 v.Chr.) war es lange still. Esra wird vor allem als Verantwortlicher für die Einhaltung der Gesetze im religiösen Leben und im Alltag unter Gottes Volk nach ihrer Rückkehr aus dem langjährigen Exil in Babylon vorgestellt.

Er „war ein kundiger Lehrer des Gesetzes“ und „der Herr hielt seine Hand schützend über ihn“ (7,6; GNB). „Esra hatte sich mit ganzem Herzen der Aufgabe gewidmet, das Gesetz des Herrn zu erforschen und zu befolgen und die Israeliten seine Vorschriften zu lehren, damit sie sich in ihrer Lebensführung und Rechtsprechung daran hielten“ (7,10; GNB). Gottes Wort zu erforschen, ohne Taten folgen zu lassen, ist sinnlos.

Esra ist uns ein wunderbares Vorbild, dem nachzufolgen es sich lohnt. Widme dich Gottes Wort, verwende Zeit und Energie darauf, es zu erforschen. Erkenne aber, dass das allein nicht genug ist. Erlaube Gott, dein Leben zu prägen und zu verändern; setze um und lehre andere zu tun, was du erkannt hast.

Gebet

Herr, ich danke Dir, dass Du mir den Sieg über *alle* Hindernisse und Widerstände schenkst; und dass Du mich mit großer Freude erfüllst. Bitte hilf mir, Deine Gesetze zu erforschen, sie zu befolgen und andere zu lehren, in Deiner Wahrheit zu leben.

Pippa fügt hinzu

Offenbarung 12,9

„Dieser große Drache - die alte Schlange, die Teufel genannt wird oder Satan oder der, der die ganze Welt verführt - wurde mit all seinen Engeln auf die Erde geworfen.“

Es ist gut, dass der Teufel aus dem Himmel geworfen wurde. Schade nur, dass er auf der Erde gelandet ist (… aber nicht mehr lange). Und er ist bereits geschlagen.

Vers des Tages

Psalm 145,8a

„Gnädig und barmherzig ist der HERR…“

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Verweise

Diesen Texten liegt die englisch-sprachige Bible in one Year („BIOY“) von Nicki und Pippa Gumbel, London, England zugrunde, in der aktuellen Fassung von 2021.
Quellenangaben für Zitate im Text wurden dem englischen Original entnommen.
BIOY ist Teil von Alpha International. Alpha International ist eine Organisation („registered Charity“) in England und Wales (no. 1086179) und in Schottland (no. SC042906) und eine Gesellschaft privaten Rechts „by guarantee“ und registriert in England & Wales (no. 4157379). Der Hauptsitz ist „HTB Brompton Road SW7 1 JA London, England. © Copyright Alpha International 2021

Die Übersetzung aus dem Englischen wurde erstellt von: Dipl. Übersetzerin Wibke Kiontke, Allgemein ermächtigte Übersetzerin EN/DE, Certified Translator EN/GE, Gutensteinstraße 12, D-61250 Usingen
Sprecher: Jörg Pasquay, Milchberg 7, 86150 Augsburg www.wortmuehle.de und Susanne Pasquay („Noch ein Gedanke meiner Frau“) \t Die Bibeltexte (Lesungen) sind der Übersetzung „Hoffnung für alle®“ entnommen, Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc.®. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Fontis, Basel.“

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