Tag 325

Vollmächtiges Gebet

Weisheit Psalm 130,1–8
Neues Testament Jakobus 5,1–20
Altes Testament Hesekiel 40,1–49

Einführung

Ein Gemeindemitglied bat mich einmal, für seine Frau zu beten, die unerwartet ins Krankenhaus eingeliefert worden war und operiert werden sollte.

Ich war zufällig in der Gegend unterwegs, weil meine steife Schulter gespritzt werden sollte, die mir schon seit fast zwei Jahren zu schaffen machte. In den letzten Tagen war überraschend eine deutliche Besserung spürbar geworden, was ich dem Arzt natürlich erzählte. Er sah mich an und sagte, „Das ist ein Wunder!“ Ich fragte ihn, ob es nicht völlig normal sei, dass das Frozen Shoulder Syndrom sich plötzlich bessert. Aber er wiederholte immer wieder, „Nein, es ist ein Wunder.“ Da war dieser weltliche Arzt, der einen recht ungläubigen Pastor zu überzeugen suchte, dass das, was passiert war, nur mit der übernatürlichen Kraft Gottes zu erklären sei!

Ich dankte ihm herzlich, meinen Glauben gestärkt zu haben, denn ich sollte im Anschluss ja im Krankenhaus beten. Als ich das Foyer betrat, sang der Pförtner (ziemlich laut!): „Leg den Kranken die Hände auf und sie werden gesund.“ Ich sagte, „Deshalb bin ich hier.“ Er sah mich schockiert und sehr überrascht an. Offenbar hielt er mich nicht für die Art Mensch, die das tatsächlich glaubte!

Ich ging in das Krankenzimmer der Frau und erklärte, warum ich voll des Glaubens war. Sie erzählte mir dann, sie habe Jakobus 5 (unseren heutigen Abschnitt) gelesen. Dort heißt es, „Ist einer von euch krank? Dann soll er die Ältesten der Gemeinde holen lassen, damit sie für ihn beten… Ihr Gebet im Glauben an Gott wird den Kranken heilen“ (Jakobus 5,14-15). Inzwischen hatte Gott selbst mir genügend Zeichen gegeben, „im Glauben“ zu beten. Der Heilige Geist kam mit Vollmacht. Sie wurde nicht sofort geheilt (obwohl es ihr mittlerweile besser geht), aber die Begebenheit hat mir geholfen, besser zu verstehen, was es heißt, „im Glauben zu beten“.

Der chinesische Prediger, Watchman Nee, schrieb: „Unsere Gebete bereiten den Weg, auf dem Gottes Macht kommen kann. Wie eine starke Lokomotive ist Seine Macht unwiderstehlich, aber ohne Schienen kann Er uns nicht erreichen.“

Wie kannst du mit Vollmacht beten?

Weisheit

Psalm 130,1–8

Aus tiefster Verzweiflung

1 Ein Lied für Festbesucher,
 die nach Jerusalem hinaufziehen.
 HERR, aus tiefster Verzweiflung schreie ich zu dir!
2 Bitte höre mich an, HERR!
 Lass mein Flehen doch zu dir dringen!

3 Wenn du, HERR, jedes Vergehen
 gnadenlos anrechnest,
 wer kann dann vor dir bestehen?
4 Doch bei dir finden wir Vergebung.
 Ja, du vergibst, damit wir dir in Ehrfurcht begegnen.

5 Ich setze meine ganze Hoffnung auf den HERRN;
 ich warte auf sein erlösendes Wort.
6 Ja, ich warte voller Sehnsucht auf den HERRN,
 mehr als die Wächter auf den Morgen!

7 Volk Israel, setze deine Hoffnung auf den HERRN!
 Denn er allein ist gnädig, er erlöst ganz und gar!
8 Er wird Israel von
 aller Schuld befreien.

Kommentar

Bete aufrichtig

Warst du schon einmal zutiefst verzweifelt? Fühltest dich, als sei „dir der Boden unter den Füßen weggezogen“ worden (130,1; nach The Message Bible)? Der Psalmist schreibt, „Aus der Tiefe meiner Not schreie ich zu dir. Herr, höre mich doch! Sei nicht taub für meinen Hilferuf“ (1-2; GNB).

Deine Gebete und Gottes Gnade sind wie zwei Eimer in einem Brunnen. Wird der eine hochgezogen, geht der andere hinab.

Aus dem Gebet spricht aufrichtige Verzweiflung. Versuche nicht, die Schwere deiner Situation schönzureden, sondern erkenne vielmehr, wie sehr du auf Gottes Hilfe angewiesen bist.

Vertraue auf Gottes Gnade und Vergebung:

 „Wenn du, HERR, jedes Vergehen gnadenlos anrechnest,
  wer kann dann vor dir bestehen?
 Doch bei dir finden wir Vergebung“ (3-4a; Hfa).

Wenn Gott dir deine Verfehlungen nicht anrechnet, solltest du auch keine Listen über die Vergehen anderer gegen dich führen. Liebe trägt das Böse nicht nach (1. Korinther 13,5).

Du musst nicht erst dein Leben auf die Reihe bekommen, bevor du dich Gott näherst. Er möchte deine Herzensschreie hören.

Wie verzweifelt die Lage auch ist, du kannst zuversichtlich auf Gottes Hilfe hoffen (130,6). Bring deine Bitten vor Gott. Warte geduldig (5) und vertraue Seiner unerschöpflichen Liebe (7).

Gebet

Herr, aus tiefster Verzweiflung rufe ich Dich um Gnade und Hilfe an… Danke, dass bei Dir Vergebung und unerschöpfliche Liebe ist.

Neues Testament

Jakobus 5,1–20

Gottes Urteil über die Reichen

5 1 Nun zu euch, ihr Reichen! Weint und klagt über all das Elend, das über euch hereinbrechen wird! 2 Euer Reichtum verrottet, und die Motten zerfressen eure kostbaren Kleider. 3 Euer Gold und Silber verrostet, und ihr Rost wird euch anklagen. Ja, ihr werdet selbst vergehen wie euer Reichtum. Warum habt ihr euch – jetzt, wo die letzten Tage dieser Welt angebrochen sind – bloß Schätze angehäuft? 4 Der Herr, der allmächtige Gott, hat den Schrei eurer Erntearbeiter gehört, die ihr um ihren verdienten Lohn betrogen habt. 5 Euch dagegen ist es auf dieser Erde gut ergangen, ihr habt in Saus und Braus gelebt und euch gemästet, obwohl euer Schlachttag doch längst vor der Tür stand. 6 Unschuldige habt ihr verurteilt und umgebracht, und sie haben sich nicht gegen euch gewehrt.

Lasst euch nicht entmutigen!

7 Meine Brüder und Schwestern, wartet geduldig, bis der Herr kommt. Muss nicht auch der Bauer mit viel Geduld abwarten, bis er die kostbare Ernte einfahren kann? Er weiß, dass die Saat dazu den Herbstregen und den Frühlingsregen braucht. 8 Auch ihr müsst geduldig sein und dürft nicht mutlos werden, denn der Herr kommt bald. 9 Klagt nicht übereinander, liebe Brüder und Schwestern! Sonst wird Gott euch verurteilen. Bedenkt: Der Richter steht schon vor der Tür.

10 Nehmt euch ein Beispiel an den Propheten, die im Auftrag des Herrn gesprochen haben. Wie vorbildlich und mit welcher Geduld haben sie alle Leiden ertragen! 11 Menschen, die so standhaft waren, sind wirklich glücklich zu schätzen. Zu ihnen sehen wir auf. Denkt doch nur an Hiob! Ihr habt alle schon gehört, wie geduldig er sein Leiden ertragen hat. Und ihr wisst, dass der Herr alles zu einem guten Ende führte. Er ist voller Barmherzigkeit und Liebe.

12 Um eines möchte ich euch vor allem noch bitten, meine Brüder und Schwestern: Schwört nicht, weder beim Himmel noch bei der Erde noch bei sonst etwas! Wenn ihr »Ja« sagt, dann muss man sich darauf verlassen können. Und wenn ihr »Nein« sagt, dann steht auch dazu. Sonst müsst ihr euch vor Gottes Gericht dafür verantworten.

Gebet für die Kranken

13 Leidet jemand unter euch? Dann soll er beten! Hat einer Grund zur Freude? Dann soll er Gott Loblieder singen. 14 Wenn jemand von euch krank ist, soll er die Gemeindeleiter zu sich rufen, damit sie für ihn beten und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. 15 Wenn sie im festen Vertrauen beten, wird der Herr den Kranken heilen. Er wird ihn aufrichten und ihm vergeben, wenn er Schuld auf sich geladen hat. 16 Bekennt einander also eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet. Denn das Gebet eines Menschen, der nach Gottes Willen lebt, hat große Kraft.

17 Elia war ein Mensch wie wir. Er betete inständig, es möge nicht regnen, und tatsächlich fiel dreieinhalb Jahre kein Wassertropfen auf das Land. 18 Dann betete er um Regen. Da öffnete der Himmel seine Schleusen, und die Erde wurde grün und brachte wieder ihre Früchte hervor.

19 Liebe Brüder und Schwestern! Wenn jemand von euch vom rechten Weg abkommt und ein anderer bewegt ihn zur Umkehr, 20 dann darf dieser sicher sein: Wer einen Sünder von seinem falschen Weg abbringt, der hat diesen Menschen vor dem Verderben gerettet, denn Gott hat ihm alle seine Sünden vergeben.

Kommentar

Bete in allen Situationen

Ein Hindernis für die Kraft Gottes in deinem Leben kann sein, dass du auf andere Dinge als auf Gott vertraust. In gewisser Hinsicht sind Glaube und Wohlstand wie Öl und Wasser. Sie lassen sich nur schwer mischen und kommen selten zusammen daher.

Geld ist an und für sich nichts Verwerfliches. Mit Wohlstand sind jedoch große geistliche Gefahren verbunden – Hochmut, Gier, Selbstgefälligkeit und die Missachtung der Bedürfnisse anderer Menschen (5,1-6).

Die größte Gefahr des Wohlstands (den die meisten Menschen in der westlichen Welt genießen) ist, dass wir mehr auf das Geld als auf Gott setzen (1. Timotheus 6,17). Wie kommt es, dass es in den ärmeren Regionen dieser Welt ungleich mehr Heilungswunder gibt? Vielleicht ist Wohlstand ein potentielles Hindernis für unseren Glauben, der unser Vertrauen in eine falsche Richtung lenkt? Du sollst deine Hoffnung auf den Einen setzen, der Sich um all deine Belange in jeder Situation kümmert.

Die Adressaten des Briefes machen eindeutig schwere Zeiten durch. Jakobus ermutigt sie, „ihr müsst geduldig sein. Und seid zuversichtlich“ (5,8). Er gibt ihnen Hiob als Vorbild für Geduld, der „im Leiden durchgehalten [hat]“ (11a) und erinnert sie, dass Gott „voll Mitgefühl und Barmherzigkeit ist“ (11b).

Bete in allen Situationen:

1. Wenn du leidest
„Leidet jemand von euch? Dann soll er beten“ (13a). Man sagt, die meisten von uns haben große Mühe zu beten, wenn wir wenig Sorgen haben; aber wenig Mühe zu beten, wenn wir große Sorgen haben.

2. Wenn es dir wunderbar geht
„Und wer Grund zur Dankbarkeit hat, soll dem Herrn Loblieder singen“ (13b). Augustinus von Hippo sagte, „der Gedanke an Dich bewegt [eine Person] so stark, dass sie nicht anders kann, als Dich zu preisen.“

3. Wenn du krank bist
„Ist einer von euch krank? Dann soll er die Ältesten der Gemeinde holen lassen…“ (5,14). Selbstverständlich heilt Gott häufig im Zusammenwirken mit dem Beruf des Arztes. Aber rechne auch damit, dass Gott heute noch durch Wunder heilt.

4. Wenn du gesündigt hast
Es gibt keinen automatischen Zusammenhang zwischen Sünde und Krankheit. Aber wir können die Möglichkeit auch nicht ausschließen. Jakobus sagt hier, „Und wenn [du] Sünden begangen [hast], wird Gott [dir] vergeben. Bekennt einander eure Schuld und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet“ (15b-16).

Uns gegenseitig unsere Schuld zu bekennen und für einander zu beten, befördert den Heilungsprozess und die Wiederherstellung. Wenn wir manches in unserem Leben im Dunkeln verbergen, kann es zerstörerische Kräfte entwickeln. Sie ans Licht zu bringen, ist befreiend. Das heißt nicht notwendigerweise, dass wir es aller Welt erzählen müssen. Aber du brauchst wenigstens eine Vertrauensperson, mit der du vollkommen aufrichtig sein, dich verletzlich zeigen und vor der du deine Schuld abladen kannst.

Gebet hat Macht und ist wirksam. Jakobus unterstreicht das deutlich, als er an Elia erinnert. Er kontrollierte mit seinen Gebeten einst das Wetter und beendete so eine große Dürre. Und trotzdem sagt Jakobus über ihn, „Elia war ein Mensch wie wir“ (17a). Mit anderen Worten, was Elia konnte, kannst du auch!

Gebet

Herr, danke, dass Du meine Gebete hörst. Heute bete ich…

Altes Testament

Hesekiel 40,1–49

Die Vision vom zukünftigen Tempel

40 1 Im 25. Jahr der Verbannung unseres Volkes, und zwar genau am 10. Tag des Neujahrsmonats, vierzehn Jahre nach der Zerstörung Jerusalems, wurde ich wieder vom HERRN ergriffen. 2 In einer Vision führte er mich in das Land Israel und setzte mich auf einem hohen Berg nieder. Auf seiner Südseite entdeckte ich etliche Bauten, die wie eine Stadt aussahen. 3 Der Herr brachte mich zum Eingangstor, und dort stand ein Mann, dessen Körper wie Bronze schimmerte. In der Hand hielt er eine Schnur aus Leinen und eine Messlatte. 4 Er sagte zu mir: »Du Mensch, hör mir gut zu und sieh dir genau an, was ich dir zeigen werde. Achte auf alles, denn du bist hierhergebracht worden, damit ich es dir offenbare. Was du siehst, sollst du dem Volk Israel berichten!«

Das Osttor des Tempelbezirks

5 Ich sah eine Mauer, die rings um den Tempelbezirk führte. Der Mann maß die Mauer aus; sie war genau eine Messlatte dick und ebenso hoch. Die Messlatte hatte eine Länge von gut 3 Metern.

6 Dann stieg der Mann die Stufen zum Osttor hinauf und maß die vordere Schwelle des Tores aus; sie war etwas mehr als 3 Meter tief. 7-10 Innen hatte das Torgebäude auf beiden Seiten drei Kammern. Jede war gut 3 Meter lang und ebenso breit. Die Mauern zwischen den Kammern waren 2,5 Meter dick. Die hintere Torschwelle war – wie die vordere – etwas mehr als 3 Meter tief. Sie ging in eine Vorhalle über, die 4 Meter lang war. Die Mauerstücke rechts und links an ihrem Ausgang waren beide 1 Meter dick. 11-12 Die sechs Kammern im Torgewölbe waren zum Torinneren hin durch eine Mauer von 0,5 Metern Höhe abgegrenzt. Als Nächstes maß der Mann die Breite der Toröffnung. Sie betrug 6,5 Meter und innerhalb der Torangeln 5 Meter. 13 Dann maß er die volle Breite des gesamten Torgebäudes, vom Dachansatz einer Kammer bis zum Dachansatz der ihr gegenüberliegenden. Es waren 12,5 Meter. 14 Die Vorhalle war 10 Meter breit. Durch sie gelangte man in den äußeren Tempelvorhof. 15 Das ganze Torgebäude war von der vordersten Toröffnung bis zur Ausgangstür der Vorhalle 25 Meter lang. 16 Die Kammern besaßen vergitterte Fenster an den Außen- und Innenwänden, und auch die Vorhalle hatte rundherum Fenster. Die Mauerstücke am Torausgang waren mit Palmwedeln verziert.

Der äußere Tempelvorhof

17-18 Dann führte der Mann mich in den äußeren Vorhof. Dieser war entlang der Mauer mit Pflastersteinen ausgelegt. Das Pflaster reichte von der Innenseite der Mauer so weit in den Hof hinein, dass es mit dem Ausgang des Tores abschloss. Es lag tiefer als der restliche Boden des Vorhofs. Auf dem Pflaster waren ringsum dreißig Kammern angeordnet. 19 Als Nächstes maß der Mann den Abstand zwischen dem Osttor – durch das wir in den äußeren Vorhof gekommen waren – und dem höher gelegenen Tor des inneren Vorhofs. Sie lagen sich genau gegenüber. Der Abstand betrug 50 Meter. Danach gingen wir zur Nordseite der äußeren Tempelmauer.

Das Nordtor

20 Auch dort gab es ein Tor, das in den äußeren Vorhof führte. Der Mann maß seine Länge und Breite. 21 Im Torgebäude befanden sich ebenfalls auf jeder Seite drei Kammern, die genauso groß waren wie die des Osttors. Auch die Vorhalle und das Mauerwerk an ihrem Ausgang hatten die gleichen Maße. Insgesamt war das Torgebäude 25 Meter lang und 12,5 Meter breit. 22 Vorhalle, Fenster und Palmwedel sahen genauso aus wie die des ersten Tores. Auf sieben Stufen stieg man zu ihm hinauf. Auch beim Nordtor führte die Vorhalle in den äußeren Vorhof. 23 Wie beim Osttor befand sich genau gegenüber ein höher gelegenes Tor, durch das man in den inneren Vorhof gelangte. Der Mann maß den Abstand zwischen beiden, und es waren auch hier 50 Meter.

Das Südtor

24 Danach führte er mich an die Südmauer des äußeren Vorhofs. Dort gab es ebenfalls ein Tor. Seine Vorhalle und das Mauerwerk an ihrem Ausgang hatten die gleichen Maße wie die der anderen Tore. 25 Auch die Fenster im Torgebäude und in der Vorhalle entsprachen den vorigen Fenstern. Insgesamt war der Bau 25 Meter lang und 12,5 Meter breit. 26 Sieben Stufen führten zu ihm hinauf, und die Vorhalle lag zum äußeren Vorhof hin. Die Mauerstücke rechts und links an ihrem Ausgang waren beide mit je einem Palmwedel verziert. 27 Auch diesem Tor lag ein Tor gegenüber, das zum inneren Vorhof führte. Der Mann maß den Abstand aus; es waren wiederum 50 Meter.

Der innere Vorhof und seine Tore

28 Dann ging der Mann mit mir durch das Südtor in den inneren Tempelvorhof und maß das Tor aus. Es war genauso groß wie die anderen Tore. 29-30 Seine Kammern, die Vorhalle und das Mauerwerk an ihrem Ausgang hatten die gleichen Maße. Auch hier waren im Torgebäude und in der Vorhalle ringsherum Fenster eingelassen. Der Bau war 25 Meter lang und 12,5 Meter breit. 31 Die beiden Mauerstücke waren mit Palmwedeln verziert. Die Vorhalle lag zum äußeren Vorhof hin, und der Aufgang zu ihr bestand aus acht Stufen.

32 Als Nächstes führte mich der Mann durch das Osttor in den inneren Vorhof und maß es aus. Es war genauso groß wie die anderen Tore. 33 Seine Kammern, die Vorhalle und das Mauerwerk an ihrem Ausgang hatten die gleichen Maße. Auch hier waren im Torgebäude und in der Vorhalle ringsum Fenster eingelassen. Der Bau war 25 Meter lang und 12,5 Meter breit. 34 Die beiden Mauerstücke waren mit Palmwedeln verziert. Die Vorhalle des Tores lag zum äußeren Vorhof hin, und der Aufgang bestand aus acht Stufen.

35 Dann brachte der Mann mich zum Nordtor und maß es aus. Auch dieses war genauso gebaut wie die anderen Tore des inneren Vorhofs. 36 Seine Kammern, die Vorhalle und das Mauerwerk an ihrem Ausgang hatten die gleichen Maße. Auch hier besaßen Torgebäude und Vorhalle ringsum Fenster. Der Bau war 25 Meter lang und 12,5 Meter breit. 37 Die beiden Mauerstücke waren mit Palmwedeln verziert. Die Vorhalle des Tores lag zum äußeren Vorhof hin, und der Aufgang bestand aus acht Stufen.

Die Räume im inneren Vorhof

38 Am Eingang zum Nordtor war eine Kammer angebaut. Hier wurden die Eingeweide und Schenkel der Tiere gereinigt, die für das Brandopfer bestimmt waren. Durch die Tür dieses Raumes kam man in die Vorhalle des Tores. 39 Dort standen auf jeder Seite zwei Tische. Auf ihnen sollten die Tiere für die Brand-, Sünd- und Schuldopfer geschlachtet werden. 40 An den beiden Außenwänden der Vorhalle, rechts und links vom Toreingang, waren ebenfalls je zwei Tische aufgestellt. 41 So standen auf jeder Seite des Tores vier Tische, auf denen geschlachtet wurde; insgesamt waren es acht. 42 Die vier Tische in der Vorhalle bestanden aus Quadersteinen. Sie waren 0,75 Meter lang, ebenso breit und 0,5 Meter hoch. Auf ihnen legte man alles bereit, was man brauchte, um die Tiere für die Brandopfer und alle übrigen Opfer zu schlachten. 43 Auch das Fleisch der Tiere wurde dort aufbewahrt. In die Wände des Torgebäudes waren ringsum Haken eingeschlagen, die eine Handbreit aus der Wand ragten.

44 Dann gingen wir in den inneren Vorhof. Neben dem Nordtor und dem Südtor lag je ein Raum, der sich zum inneren Vorhof hin öffnete; der am Nordtor war nach Süden offen, der am Südtor nach Norden. 45 Der Mann sagte zu mir: »Der Raum neben dem Nordtor ist für die Priester bestimmt, die den Tempeldienst versehen, 46 und der Raum neben dem Südtor für die Priester, die am Altar die Opfer darbringen. Sie alle sind Nachkommen von Zadok, als Einzige aus dem Stamm Levi dürfen sie dem HERRN in seinem Tempel dienen.«

47 Als Nächstes maß der Mann den inneren Vorhof aus. Er hatte einen quadratischen Grundriss und war 50 Meter lang und ebenso breit. Vor dem Tempel stand der Altar.

Der Tempel

48 Der Mann führte mich in die Vorhalle des Tempels. Das Mauerwerk rechts und links von ihrem Eingang war je 2,5 Meter dick. Der Toreingang hatte eine Breite von 7 Metern; zusätzlich nahmen die Mauerstücke links und rechts davon je 1,5 Meter ein. 49 Die ganze Vorhalle war 10 Meter breit und 6 Meter lang. Zehn Stufen führten zu ihr hinauf. Neben den Mauerstücken auf beiden Seiten des Eingangs stand je eine Säule.

Kommentar

Bete mit offenen Augen und Ohren

Gebet ist kein Monolog, sondern ein Dialog. Gott spricht mit dir, während du betest.

Hesekiel „spürte [..], wie der Herr seine Hand auf [ihn] legte“ (40,1). Er war als Prophet und Priester berufen. In kleinerem oder größerem Maße ist das der Auftrag eines jeden Nachfolger Jesu. Was bringt das mit sich? (40,4)

1. Sehen: „sieh mit deinen Augen
Beobachte alles um dich herum mit Augen des Geistes. D.L. Moody prägte den Satz, „Ein kniender Christ sieht mehr als ein Philosoph auf Zehenspitzen.“

2. Hören: „höre mit deinen Ohren
Hör darauf, was der Herr zu alledem zu sagen hat. In unserer wechselseitigen Kommunikation mit Gott ist das, was Er dir sagt, wichtiger als das, was du Ihm zu sagen hast.

3. Achten: „pass genau auf
„Aufmerksamkeit ist die seltenste und reinste Form der Großzügigkeit“, schrieb Simone Weil. Dies gilt für alle Beziehungen, auch für deine Gottesbeziehung.

4. Weitersagen: „erzähle… alles
Es reicht nicht, nur zu sehen und zu hören. Wir müssen auch danach handeln. Sei bereit auszusprechen, was Gott dir gesagt hat.

Hesekiel bekommt eine Vision von einem neuen Tempel. Es ist ein visionärer Tempel, der symbolisch gesehen werden soll. Insofern gleicht er der Stadt, die in Offenbarung 21,16 beschrieben ist. Der Tempel ist symmetrisch und perfekt.

Im Herzen des Tempels befindet sich eine Kammer, in der die Priester „vor dem Altar [vor Gott] Dienst tun“ (40,46). Es war im Alten Testament nur einigen wenigen vorbehalten, vor den Herrn zu kommen.

Jetzt aber kannst du durch Christi Blut dem Herrn nahe sein und vor Ihm dienen (Epheser 2,13). Was für ein großes und wundervolles Vorrecht. Achte mit offenen Augen und Ohren darauf, was Gott dir sagt. Hab den Mut zu reden und den Glauben, „im Glauben zu beten.“ Gebete haben Kraft.

Gebet

Herr, ich danke Dir für die außerordentliche Kraft des Gebets. Bitte sprich heute zu mir, während ich mich Dir nähere.

Pippa fügt hinzu

Jakobus 5,17

„Elia war ein Mensch wie wir…“

Ich fühle mich nicht so, als sei ich Elia besonders ähnlich. Er betete und es dauerte dreieinhalb Jahre bis es regnete. Ich habe gebetet, dass an der Hochzeit unserer Tochter nicht regnet. Hat es auch nicht. Es hat geschneit!

Vers des Tages

Jakobus 5,13a

Leidet jemand unter euch? Dann soll er beten!

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Verweise

Diesen Texten liegt die englisch-sprachige Bible in one Year („BIOY“) von Nicki und Pippa Gumbel, London, England zugrunde, in der aktuellen Fassung von 2021.
Quellenangaben für Zitate im Text wurden dem englischen Original entnommen.
BIOY ist Teil von Alpha International. Alpha International ist eine Organisation („registered Charity“) in England und Wales (no. 1086179) und in Schottland (no. SC042906) und eine Gesellschaft privaten Rechts „by guarantee“ und registriert in England & Wales (no. 4157379). Der Hauptsitz ist „HTB Brompton Road SW7 1 JA London, England. © Copyright Alpha International 2021

Die Übersetzung aus dem Englischen wurde erstellt von: Dipl. Übersetzerin Wibke Kiontke, Allgemein ermächtigte Übersetzerin EN/DE, Certified Translator EN/GE, Gutensteinstraße 12, D-61250 Usingen
Sprecher: Jörg Pasquay, Milchberg 7, 86150 Augsburg www.wortmuehle.de und Susanne Pasquay („Noch ein Gedanke meiner Frau“)

Die Bibeltexte (Lesungen) sind der Übersetzung „Hoffnung für alle®“ entnommen, Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc.®. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Fontis, Basel.“

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