Tag 227

Keine Schlamperei

Weisheit Psalm 97,1–12
Neues Testament 1. Korinther 9,19–10,13
Altes Testament 2. Chronik 1,18–5,1

Einführung

Ich liebe Sport. Ich war zwar nie besonders gut, aber ich liebe Sport. Keiner meiner Squashpartner spielte sonderlich gut; wir hatten unseren Spaß, ganz entspannt, und trotzdem wollte jeder von uns gewinnen! Selbst das Niveau, auf dem wir spielten, erforderte „hartes Training“. Ich spielte und trainierte regelmäßig. Squash ist einer der Gründe, warum ich darauf achte, was ich esse und dass ich genug Schlaf bekomme.

Der Apostel Paulus schreibt, „dass alle wie in einem Wettrennen laufen, aber nur einer den Siegespreis bekommt. Lauft so, dass ihr ihn gewinnt! Jeder Athlet übt strenge Selbstdisziplin. Er tut das allerdings, um einen Preis zu erringen, dessen Wert verblassen wird - wir aber tun es für einen ewigen Preis“ (1. Korinther 9,24-25).

Wenn du für einen Wettkampf hart trainierst, um etwas Besonderes zu erreichen, dann wird „dessen Wert verblassen“. Wie viel wichtiger ist es, dass wir bezüglich unseres sittlichen und geistlichen Lebens „hart trainieren“, damit wir den „ewigen Preis“ erringen (9,25)?

Paulus schreibt, „Darum laufe ich wie einer, der das Ziel erreichen will. Darum kämpfe ich wie ein Faustkämpfer, der nicht danebenschlägt“ (9,26; GNB). Er weiß genau, was er will. Gott anbeten, Ihm dienen – das treibt Paulus an. Das will er so gut tun, wie er nur kann. Er will den Siegeskranz.

Anbetung (Gottesdienst) und Dienst hängen eng zusammen (im Griechischen steht für beides das Wort latreuo). Alle Menschen beten an – entweder den einen, wahren Gott oder etwas anderes. Alle Menschen sind Diener – entweder sie dienen Gott oder jemandem oder etwas anderen.

In den Lesetexten von heute sehen wir, wie wichtig es ist, den einen, wahren Gott von ganzem Herzen und mit all unserem Sein anzubeten – indem wir alles geben – keine Schlamperei also.

Weisheit

Psalm 97,1–12

Der Herr über die ganze Welt

1 Der HERR ist König! Die ganze Welt soll in Jubel ausbrechen,
  selbst die fernsten Inseln sollen sich freuen!
2 Bedrohliche, dunkle Wolken umhüllen ihn,
  Gerechtigkeit und Recht sind die Säulen seiner Herrschaft.
3 Loderndes Feuer ist sein Vorbote,
  es verzehrt seine Feinde ringsumher.
4 Seine Blitze tauchen die Erde in helles Licht,
  die ganze Welt sieht es und erbebt.
5 Berge zerschmelzen vor ihm wie Wachs,
  vor ihm, dem HERRN der ganzen Welt.
6 Der Himmel ist Zeuge für seine Gerechtigkeit,
  und alle Völker sehen seine Hoheit und Macht.

7 Alle, die Götterbilder verehren und mit ihren Götzen prahlen,
  müssen im Erdboden versinken vor Scham.
  Ja, all ihr Götter, unterwerft euch dem HERRN!

8 Die Menschen auf dem Berg Zion hören es voll Freude,
  die Bewohner der Städte Judas jubeln dir zu.
  Denn du, HERR, richtest gerecht.
9 Ja, HERR, du allein regierst die ganze Welt,
  du bist mächtiger und größer als alle Götter!
10 Liebt ihr den HERRN? Dann verabscheut das Böse!
  Gott beschützt alle, die ihm die Treue halten,
  und rettet sie aus der Gewalt der Gottlosen.
11 Wer Gott gehorcht, in dessen Leben wird es hell,
  und Freude erfüllt jeden, der ihm aufrichtig dient.
12 Ja, freut euch über den HERRN und preist ihn!
  Denkt daran, was der heilige Gott getan hat!

Kommentar

Warum du anbetest und dienst?

Gott hält das Universum in Seiner Hand. „Der Herr regiert“ (97,1a; SLA). Regierte der Herr nicht, würde das Leben keinen Sinn machen – aber weil Er regiert, haben wir Grund zur Freude (1b).

Der Psalmist fordert alle Schöpfung auf anzubeten, „Betet ihn an…“ (7b; LUT).

Er lobt Gott zum einen für den, der Er ist; und zum anderen für das, was Er getan hat. Weil Gott ist, wer Er ist, schenkt Er Seinem Volk Schutz, Rettung, Führung und Freude (10-12).

1. Gott beschützt dich
Er bewahrt dein Leben: „Gott beschützt alle, die ihm treu sind“ (10b; Hfa).

2. Gott rettet dich
Er befreit dich aus der Hand der Gottlosen (10c).

3. Gott führt dich
Er umgibt dich mit Licht. Er führt und überführt dich, Er öffnet dir die Augen (11a).

4. Gott ist deine Freude
Er schenkt dir Freude, damit du Ihn und Seinen heiligen Namen loben kannst (97,11b-12). – „Wer Gott gehorcht, in dessen Leben wird es hell, und Freude erfüllt jeden, der ihm aufrichtig dient“ (97,11; Hfa).

Der Psalmist kommt zu dem Schluss, „Freut euch über den Herrn, ihr, die ihr treu auf seiner Seite steht! Dankt ihm und denkt daran, dass er heilig ist!“ (97,12; GNB).

Gebet

Herr, danke, dass Du mich beschützt, befreist und leitest; danke, dass Du meine Freude bist.

Neues Testament

1. Korinther 9,19–10,13

Kompromissloser Einsatz

19 Ich bin also frei und von niemandem abhängig. Aber um möglichst viele für Christus zu gewinnen, habe ich mich zum Sklaven aller Menschen gemacht. 20 Damit ich die Juden für Christus gewinne, lebe ich wie ein Jude: Wo man alle Vorschriften des jüdischen Gesetzes genau befolgt, lebe ich auch danach, obwohl ich nicht mehr an sie gebunden bin. Denn ich möchte auch die Leute gewinnen, die sich dem Gesetz unterstellt haben. 21 Bin ich aber bei Menschen, die dieses Gesetz nicht haben, dann passe ich mich ihnen genauso an, um sie für Christus zu gewinnen. Das bedeutet aber nicht, dass ich mich gegen Gottes Gebote stelle. Ich befolge das Gesetz, das Christus uns gegeben hat. 22 Wenn ich mit Menschen zu tun habe, die arm und rechtlos sind, dann begebe ich mich mit ihnen auf eine Stufe, um sie für Christus zu gewinnen. Ich möchte mich allen gleichstellen, um auf jede erdenkliche Weise wenigstens einige Menschen zu retten. 23 Dies alles tue ich für die rettende Botschaft, damit auch ich Anteil an dem Segen erhalte, den sie verspricht.

24 Ihr kennt das doch: Von allen Läufern, die im Stadion zum Wettlauf starten, gewinnt nur einer den Siegeskranz. Lauft so, dass ihr ihn gewinnt! 25 Wer im Wettkampf siegen will, setzt dafür alles ein. Ein Athlet verzichtet auf vieles, um zu gewinnen. Und wie schnell ist sein Siegeskranz verwelkt! Wir dagegen kämpfen um einen unvergänglichen Preis. 26 Ich weiß genau, wofür ich mich mit aller Kraft einsetze. Ich laufe und habe dabei das Ziel klar vor Augen. Wenn ich kämpfe, geht mein Schlag nicht ins Leere. 27 Ich gebe alles für diesen Sieg und hole das Letzte aus meinem Körper heraus. Er muss sich meinem Willen fügen. Denn ich will nicht andere zum Kampf des Glaubens auffordern und selbst als untauglich ausscheiden.

Israel als warnendes Beispiel

10 1 Liebe Brüder und Schwestern, erinnert euch daran, was unsere Vorfahren während ihrer Wüstenwanderung erlebten. Gott schützte sie durch eine Wolke und leitete sie so sicher durch das Rote Meer. 2 Alle wurden im Meer und unter der Wolke auf Mose getauft. 3 Sie alle aßen dasselbe Brot vom Himmel, 4 und sie tranken dasselbe Wasser aus einem Felsen. Dieser Felsen hatte eine besondere Bedeutung: Er kam mit ihnen, und durch ihn war Christus selbst bei ihnen. 5 Aber es gefiel Gott nicht, wie die meisten von ihnen lebten. Deshalb ließ er sie in der Wüste umkommen.

6 Das soll uns eine Warnung sein, damit wir uns nicht wie sie von dem Verlangen beherrschen lassen, Böses zu tun. 7 Werdet nicht zu Menschen, die Götzen anbeten, so wie manche von ihnen. Die Heilige Schrift berichtet: »Sie ließen sich nieder, um zu essen und zu trinken, und dann feierten sie zu Ehren des goldenen Kalbes ein rauschendes, ausschweifendes Fest.« 8 Lasst euch auch nicht wie sie zu sexuell unmoralischem Verhalten hinreißen, sondern denkt daran, dass an einem einzigen Tag 23.000 Menschen dafür mit dem Tod bestraft wurden. 9 Stellt die Güte und Geduld von Christus, dem Herrn, nicht auf die Probe. Sie taten es damals, wurden von Schlangen gebissen und starben. 10 Lehnt euch nicht gegen Gott auf, indem ihr ihm Vorwürfe macht. Das taten einige von ihnen, und Gott vernichtete sie durch seinen Todesengel.

11 Alle diese Ereignisse sind uns als Beispiel gegeben. Sie wurden niedergeschrieben, damit wir gewarnt sind; denn die letzte Zeit dieser Welt ist angebrochen. 12 Deshalb seid vorsichtig! Gerade wer meint, er stehe besonders sicher, muss aufpassen, dass er nicht fällt. 13 Was eurem Glauben bisher an Prüfungen zugemutet wurde, überstieg nicht eure Kraft. Gott steht treu zu euch. Er wird auch weiterhin nicht zulassen, dass die Versuchung größer ist, als ihr es ertragen könnt. Wenn euer Glaube auf die Probe gestellt wird, schafft Gott auch die Möglichkeit, sie zu bestehen.

Kommentar

Wen betest du an, wem dienst du?

Bis die Liebe Gottes unsere Perspektive ändert, sind die meisten von uns Sklaven ihrer selbst (und ihrer körperlichen Begierden). Paulus ist anders. Paulus hat seinen Leib in den Dienst Jesu Christi gestellt und sich „zum Diener aller gemacht“ (9,19).

Paulus sagt, er versuche „bei allen Menschen eine gemeinsame Grundlage zu finden, um wenigstens einige von ihnen für Christus zu gewinnen“ (22b). Das bedeutet nicht, dass er scheinheilig ist oder sich unwohl in seiner Haut fühlt oder nicht er selbst wäre. Es heißt auch nicht, dass er die Botschaft an die jeweilige Zuhörerschaft anpasst. Das Evangelium zu predigen war seine Leidenschaft, „möglichst viele für Christus zu gewinnen,“ sein Ziel (19b).

Professor Gordon Fee schreibt dazu, „[Paulus] ist kompromisslos in allem, was das Evangeliums betrifft…sein Anliegen, die rettende Kraft des Evangeliums, lässt ihn nach Gemeinsamkeiten in unwichtigen Dingen bei allen Menschen suchen.“

Paulus versucht, sich in die Menschen hineinzuversetzen, „Wenn ich bei den Schwachen bin, werde ich bei ihnen wie ein Schwacher“ (22a). Das Muster lässt sich unendlich weiterspinnen – über das hinaus, was Paulus dabei im Sinn hatte. Ein triviales Beispiel: Du kleidest dich bewusst so, dass sich die Menschen, die du erreichen willst, mit dir identifizieren können und nicht von deinem Kleidungsstil abgestoßen werden.

Paulus machte sich bereitwillig zum Knecht aller, aber er war nicht bereit, sich zum Sklaven seiner leiblichen Begierden zu machen. Er sah das Leben als Wettlauf (9,24) und sich dabei als Läufer, der große Selbstdisziplin üben musste (9,25). „Mit der eisernen Disziplin eines Athleten“ bezwang er seinen Körper, um nicht Gefahr zu laufen, dass er sich „womöglich selbst disqualifiziere“, weil er selbst nicht tat, was er predigte (9,27). Ohne Selbstdisziplin geht es nicht. Sei Herr über deinen Leib und deine Seele, deinen Mund und deine Gefühle.

Paulus wusste um die vielen Versuchungen, die es gab. Das zeigt auch die Geschichte seines Volkes – deshalb hatte Gott „an den meisten von ihnen kein[en] Gefallen, sodass sie in der Wüste umkamen“ (10,5b).

Sie strebten „nach unrechten Dingen“ (6b). Sie gaben sich „sexueller Zügellosigkeit“ hin (8a), sie stellten die „Geduld des Herrn .. auf die Probe” (9a), und sie lehnten sich „gegen Gott auf“ (10a; alle Hfa). Ihre Auflehnung und ihre Unzufriedenheit vernichteten sie.

„All diese Ereignisse, die ihnen widerfuhren, dienen uns als Beispiel. Sie wurden für uns, die wir am Ende der Zeiten leben, als Warnung aufgeschrieben. Wer sich für standhaft hält, soll aufpassen, dass er nicht auf die gleiche Weise sündige“ (10,11-12).

Du wirst genauso versucht wie sie. Trotzdem sagt Paulus, „Er wird die Prüfung nicht so stark werden lassen, dass ihr nicht mehr widerstehen könnt. Wenn ihr auf die Probe gestellt werdet, wird er euch eine Möglichkeit zeigen, trotzdem standzuhalten“ (10,13).

Stell dir folgende beiden Fragen:

  1. Was kann ich tun, um nicht Knecht meiner Begierden zu werden?
  2. Wie kann ich jedem, dem ich heute begegne, dienen?

Gebet

Herr, bitte hilf mir, hart zu trainieren, damit ich den „ewigen Preis“ erringe. Hilf mir, Versuchungen aus dem Weg zu gehen und Dich allein anzubeten, Dir allein zu dienen.

Altes Testament

2. Chronik 1,18–5,1

Die ersten Vorbereitungen für den Tempelbau

18 Salomo beschloss, einen Tempel für den HERRN und einen Königspalast zu bauen. 2 1 Er verpflichtete 80.000 Männer, die im Steinbruch in den Bergen arbeiteten, sowie 70.000, die für den Transport der gewonnenen Steinblöcke verantwortlich waren. Über diese Fronarbeiter setzte er 3600 Aufseher ein.

2 Er sandte Boten zu König Hiram von Tyrus und ließ ihm sagen:

»Schon meinem Vater David hast du Zedernholz geliefert, als er sich einen Palast baute. 3 Nun möchte ich einen Tempel errichten und ihn dem HERRN, meinem Gott, weihen. Wir wollen darin wohlriechenden Weihrauch als Opfer verbrennen und die geweihten Brote aufschichten. Jeden Morgen und Abend, an den Sabbaten, Neumondfeiern und an allen anderen Festen wollen wir dort ein Brandopfer für den HERRN, unseren Gott, darbringen. So hat Gott es uns für alle Zeiten befohlen.

4 Der Tempel, den ich bauen will, soll sehr groß werden, denn unser Gott ist größer als alle anderen Götter. 5 Selbst der weite Himmel ist noch zu klein, um ihn zu fassen. Niemand kann ein Heiligtum errichten, das ihm angemessen wäre. Und wer bin ich schon? Ich kann nur einen Tempel bauen, in dem man Opfergaben für ihn verbrennt.

6 Nun bitte ich dich: Schick mir einen erfahrenen Mann, der mit Gold, Silber, Bronze und Eisen arbeiten kann. Er muss wissen, wie man mit rotem und violettem Purpur und mit Karmesin Stoffe färbt, und auch im Schnitzen und Gravieren sollte er Erfahrung haben. Er soll mit unseren Künstlern in Jerusalem und Juda zusammenarbeiten, die mein Vater David seinerzeit in Dienst gestellt hat.

7 Bitte liefere mir auch Zedern- und Zypressenholz sowie anderes Edelholz aus dem Libanon. Ich weiß ja, dass es in deinem Volk gute Holzfäller gibt. Meine Arbeiter werden deine dabei unterstützen. 8 Wir werden eine große Menge Holz brauchen, denn der Tempel, den ich bauen will, soll groß und prächtig sein. 9 Als Bezahlung für deine Holzfäller werde ich 2640 Tonnen gedroschenen Weizen liefern, 2640 Tonnen Gerste, 4500 Hektoliter Wein und 4500 Hektoliter Öl.«

10 König Hiram von Tyrus schickte einen Brief an Salomo zurück. Darin stand:

»Der HERR liebt sein Volk, darum hat er dich zum König gemacht.

11 Ich danke dem HERRN, dem Gott Israels, der Himmel und Erde geschaffen hat, dass er David einen so klugen und weisen Sohn geschenkt hat, der einen Tempel für den HERRN und einen Königspalast bauen will.

12 Ich kann dir den erfahrenen Künstler senden, den du suchst: Er heißt Hiram-Abi 13 und ist der Sohn einer israelitischen Frau aus dem Stamm Dan. Sein Vater kommt aus Tyrus. Hiram kann mit Gold, Silber, Bronze, Eisen, Steinen und Holz arbeiten; er weiß, wie man mit rotem und violettem Purpur und mit Karmesin Stoffe färbt, er versteht sich auf die Verarbeitung von feinen Leinenstoffen; aber auch im Schnitzen und Gravieren ist er geübt. Er zeichnet dir zu jedem Auftrag einen Entwurf und wird mit deinen Künstlern und denen deines verehrten Vaters David zusammenarbeiten.

14 Die Vorräte an Weizen, Gerste, Öl und Wein, von denen du, mein Herr, geschrieben hast, nehmen wir gerne an. 15 Dafür werden wir im Libanon so viel Holz fällen, wie du brauchst. Wir werden die Stämme zu Flößen zusammenbinden und sie der Küste entlang nach Jafo bringen. Von dort können deine Arbeiter sie nach Jerusalem holen.«

16 Salomo ließ alle Ausländer in Israel zählen. Er ging von den Verzeichnissen aus, die sein Vater David hatte anfertigen lassen. Die Zählung ergab, dass 153.600 Ausländer in Israel lebten. 17 Salomo verpflichtete 80.000 von ihnen zur Arbeit im Steinbruch in den Bergen und 70.000 als Träger für den Transport der Steinblöcke. Die restlichen 3600 Mann sollten als Aufseher die Fronarbeiter zur Arbeit anhalten.

Der Bau des Tempels

3 1 Salomo ließ den Tempel des HERRN in Jerusalem auf dem Berg Morija errichten. Diesen Ort hatte schon sein Vater David bestimmt, weil der Herr ihm dort auf dem Dreschplatz des Jebusiters Arauna erschienen war. 2 Im 2. Monat seines 4. Regierungsjahrs, am 2. Tag des Monats, begann Salomo mit dem Bau des Tempels.

3 Das Gebäude war 30 Meter lang und 10 Meter breit. 4 An der Vorderseite baute Salomo eine Vorhalle an, die 10 Meter breit und 15 Meter hoch war.

Ihre Innenwände verkleidete er mit reinem Gold. 5 Den Hauptraum des Tempels ließ er zuerst mit Zypressenholz auskleiden und dann mit reinem Gold überziehen. Die Wände waren mit Palmenornamenten und Ketten verziert. 6 Auch Edelsteine wurden im ganzen Tempel als Schmuck angebracht. Das verwendete Gold kam aus Parwajim. 7 Salomo ließ den ganzen Tempel mit Gold überziehen, die Balken, die Schwellen, die Wände und die Türen. In die Wände hatte er Figuren von Keruben schnitzen lassen.

Das Allerheiligste

8 Der hintere Raum des Tempels, das Allerheiligste, war 10 Meter breit und 10 Meter lang. Dieser Raum wurde ebenfalls ganz mit reinem Gold überzogen. Man brauchte dafür mehr als 20 Tonnen. 9 Für den Goldüberzug der Nägel wurden 600 Gramm verwendet. Auch die Wände der oberen Räume wurden mit Gold verkleidet.

10 Für das Allerheiligste ließ Salomo zwei Keruben schnitzen und sie mit Gold überziehen. 11-13 Jeder ihrer Flügel maß 2,5 Meter. Sie standen nebeneinander, und zwar so, dass sich ihre ausgebreiteten Flügel in der Mitte berührten. Mit der äußeren Flügelspitze berührten sie die Seitenwände. Die beiden Engelfiguren waren mit ausgespannten Flügeln zusammen 10 Meter breit. Ihre Gesichter waren dem Eingang zugewandt.

14 Für den Eingang zum Allerheiligsten ließ Salomo einen Vorhang aus feinem Leinen weben und ihn violett, purpurrot und karmesinrot einfärben. Er wurde mit Bildern von Keruben verziert.

Die beiden Säulen am Tempeleingang

15 Salomo ließ zwei Säulen gießen, die vor dem Tempeleingang stehen sollten. Jede war 17,5 Meter hoch, und auf ihr ruhte ein 2,5 Meter hohes Kapitell. 16 Die Kapitelle waren mit Ketten verziert, an denen 100 Granatäpfel hingen. 17 Salomo ließ die beiden Säulen rechts und links am Tempeleingang aufstellen. Die rechte nannte er Jachin (»Er wird aufrichten«) und die linke Boas (»In ihm ist Stärke«).

Der Altar, das Becken und die Kessel aus Bronze

4 1 Salomo ließ auch einen Altar aus Bronze herstellen. Er war 10 Meter lang, 10 Meter breit und 5 Meter hoch. 2 Dann ließ er ein rundes Bronzebecken gießen, »das Meer« genannt. Seine Höhe betrug 2,5 Meter, sein Durchmesser 5 Meter und sein Umfang 15 Meter. 3 Unten war es ringsum mit zwei Reihen von Rinderfiguren verziert, jeweils zehn auf einen halben Meter. Sie und das Becken waren aus einem Guss.

4 Das Becken stand auf zwölf Rinderfiguren, von denen drei nach Norden gewandt waren, drei nach Westen, drei nach Süden und drei nach Osten. Ihre Hinterbeine zeigten nach innen, und das Becken ruhte auf ihren Rücken. 5 Sein Rand war nach außen gewölbt wie der Kelch einer Lilienblüte. Das Becken hatte eine Wandstärke von knapp 8 Zentimetern und fasste etwa 66.000 Liter.

6 Salomo ließ zehn Kessel gießen, von denen fünf auf die rechte und fünf auf die linke Seite des Tempels gestellt wurden. In diesen Kesseln wurden die Fleischstücke gewaschen, die man als Brandopfer verbrennen wollte. Das Wasser im großen Becken aber war für die Priester bestimmt. Hier konnten sie sich waschen.

Die goldenen Leuchter und Tische

7 Salomo ließ zehn goldene Leuchter nach den vorgegebenen Maßen anfertigen. Sie wurden im Tempel aufgestellt, fünf auf der rechten und fünf auf der linken Seite.

8 Auch zehn Tische wurden angefertigt und dort aufgestellt, fünf rechts und fünf links. Schließlich ließ Salomo hundert goldene Schalen herstellen, in denen das Blut der Opfertiere aufgefangen wurde.

Der Vorhof

9 Salomo ließ den großen Vorhof anlegen und den inneren Vorhof, zu dem nur die Priester Zutritt hatten. Die beiden Höfe waren durch ein großes Tor miteinander verbunden, dessen Flügel mit Bronze überzogen wurden. 10 Das große Wasserbecken stellte man rechts vom Tempel auf, in der Südostecke des Vorhofs.

Liste der Gegenstände, die Hiram herstellte

11 Zuletzt stellte Hiram noch Kübel und Schaufeln zum Beseitigen der Asche her sowie Schalen, in denen das Blut der Opfertiere aufgefangen wurde.

Damit beendete er die Arbeiten für den Tempel Gottes, die König Salomo ihm aufgetragen hatte.

12 Insgesamt hatte er folgende Gegenstände hergestellt:

2 Säulen;

2 kelchförmige Kapitelle, die oben auf den Säulen ruhten;

2 geflochtene Ketten zur Verzierung der beiden Kapitelle;

13 für jedes Kapitell 200 Granatäpfel, die in zwei Reihen über den Ketten angebracht waren;

14 die Kesselwagen; die Wasserkessel, die auf die Wagen gesetzt wurden;

15 das große Wasserbecken, genannt »das Meer«; 12 Rinderfiguren, auf denen das Becken stand;

16 Kübel, Schaufeln und Fleischgabeln.

Alle Gegenstände, die Hiram-Abi im Auftrag Salomos für den Tempel des HERRN herstellte, wurden aus Bronze gegossen und anschließend blank poliert. 17 König Salomo ließ sie in der Jordan-Ebene zwischen Sukkot und Zaretan gießen. Dort gab es Gießereien mit großen Gussformen aus Tonerde. 18 Salomo hatte unzählige Gegenstände herstellen lassen. Es wurde so viel Bronze dafür gebraucht, dass man sie nicht mehr wiegen konnte.

Die Inneneinrichtung des Tempels

19 Für das Innere des Tempels ließ Salomo folgende Gegenstände aus Gold herstellen:

einen Altar;

Tische, auf denen die Gott geweihten Brote liegen sollten;

20 Leuchter und Lampen, die nach der Vorschrift vor dem Allerheiligsten stehen sollten;

21 Blumenornamente für die Leuchter; Lampen, Dochtscheren und

22 Messer zum Reinigen der Lampen; Becken und Schüsseln; Schalen und Eimer zum Tragen der glühenden Kohlen; Türen zum Allerheiligsten und zum Heiligtum.

5 1 Als Salomo den Bau des Tempels vollendet hatte, brachte er alle Silber- und Goldschätze mitsamt den übrigen Gegenständen, die sein Vater David Gott geweiht hatte, in die Schatzkammern des Tempels.

Kommentar

Wie betest du an, wie dienst du?

Was mich besonders an den Hillsong Gemeinden beeindruckt, ist, mit welchem Qualitätsanspruch sie ihre Gottesdienste gestalten. Wir eifern ihnen nach, jedes Detail des Gottesdienstes - Musik, Begrüßung, Rekrutierung und Einweisung ehrenamtlicher Mitarbeiter im Blick zu haben und ernst zu nehmen.

Ich liebe die Vielfalt in der Gestaltung der Gottesdienste, die in den verschiedenen Teilen der weltweiten Kirche zu finden ist. Letzten Endes ist nicht der Stil ausschlaggebend, sondern dass der Gottesdienst wirklich ausgezeichnet ist. Das sollte im Mittelpunkt stehen, wenn es um die Ressourcen geht, die wir einsetzen, denn alles geschieht zur Ehre Gottes.

Als Salomo damit begann, „zu Ehren des Herrn einen Tempel zu bauen“ (1,18), sagte er, „Es soll ein prachtvolles Haus werden, denn unser Gott ist größer als alle anderen Götter…das Haus, das ich bauen will, soll groß und prächtig werden“ (2,4.8). Ein umwerfend schöner Tempel für einen einmaligen Gott.

Den perfekten Tempel zu errichten, erforderte einiges an Material, Zeit und Krafteinsatz. Es erforderte große Liebe zum Detail (Kapitel 2-4). Auch das kleinste Detail soll im Dienst für Gott von höchster Qualität sein.

Deshalb verwendeten sie so viel Gold (4,21-22). Sieger eines sportlichen Wettkampfes bekommen Goldmedaillen, weil sie die Besten sind. Wenn du also Gott anbetest und Ihm dienst, gib Ihm dein Bestes.

An die Kolosser schreibt Paulus: „Tut eure Arbeit mit Eifer und Freude, als würdet ihr Gott dienen und nicht Menschen…Dient dem Herrn Jesus Christus“ (Kolosser 3,23-24).

Der Prediger Charles Spurgeon unterhielt sich einst mit einer Putzfrau, die erst kürzlich zum Glauben gekommen war. Er fragte sie, was für einen Unterschied Jesus für sie mache. Schüchtern antwortete sie, „Nun, mein Herr, ich fege jetzt auch unter dem Teppich.“ Sie hatte erkannt, dass sie mit ihrer Arbeit Jesus diente und Ihn dadurch ehrte. Keine Schlamperei.

Gebet

Herr, bitte hilf mir, im Anbetung und Dienst auf jedes Detail zu achten, damit alles, was ich tue, von bester Qualität ist.

Pippa fügt hinzu

1. Korinther 10,12

„Deshalb seid vorsichtig! Gerade wer meint, er stehe besonders sicher, muss aufpassen, dass er nicht fällt.“

Gewöhnlich misslingt mir etwas oder mir unterläuft ein Fehler, wenn alles gerade so glatt zu laufen scheint. Wir müssen „vorsichtig“ leben; nicht auf ängstliche Art und Weise, sondern so, dass wir das Beste aus jeder Gelegenheit machen, die sich uns bietet. Hoffnungsvoll und mutig.

Vers des Tages

1. Korinther 10,13

Was eurem Glauben bisher an Prüfungen zugemutet wurde, überstieg nicht eure Kraft. Gott steht treu zu euch. Er wird auch weiterhin nicht zulassen, dass die Versuchung größer ist, als ihr es ertragen könnt. Wenn euer Glaube auf die Probe gestellt wird, schafft Gott auch die Möglichkeit, sie zu bestehen.
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Verweise

Diesen Texten liegt die englisch-sprachige Bible in one Year („BIOY“) von Nicki und Pippa Gumbel, London, England zugrunde, in der aktuellen Fassung von 2021.
Quellenangaben für Zitate im Text wurden dem englischen Original entnommen.
BIOY ist Teil von Alpha International. Alpha International ist eine Organisation („registered Charity“) in England und Wales (no. 1086179) und in Schottalnd(no. SC042906) und eine Gesellschaft privaten Rechts „by guarantee“ und registriert in England & Wales (no. 4157379). Der Hauptsitz ist „HTB Brompton Road SW7 1 JA London, England. © Copyright Alpha International 2021

Die Übersetzung aus dem Englischen wurde erstellt von: Dipl. Übersetzerin Wibke Kiontke, Allgemein ermächtigte Übersetzerin EN/DE, Certified Translator EN/GE, Gutensteinstraße 12, D-61250 Usingen
Sprecher: Jörg Pasquay, Milchberg 7, 86150 Augsburg www.wortmuehle.de und Susanne Pasquay („Noch ein Gedanke meiner Frau“)

Die Bibeltexte (Lesungen) sind der Übersetzung „Hoffnung für alle®“ entnommen, Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc.®. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Fontis, Basel.“

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